Katzenkrimi und Schlachthausprosa

Beste Stimmung trotz eingetüteter Mikrophone

Tereza Hossa und Fabian Navarro sind bei sdw 2.9 am Donnerstag, den 15. April 2021 mit einer breiten Textpalette aufgefahren. Von Datingtipps, über das Erwachsenwerden, Langeweile, Einsamkeit, Neuorientierung bis zum Femizid reichten die Text, die auch formal unterschiedlichster Machart waren und dazwischen eben auch noch der Ursprungstext des Katzenkrimis (Miez Marpel wird dann 2022 erscheinen) und famose Schlachthofprosa, da hing Franzis Geruch im Raum, da war das Geräusch zu vernehmen, das typisch für Fleischdurchtrennung ist. Ja, es ging ganz schön tierisch zu. Das hatte auch mit der Auswahl der gewählten Dichter*innen zu tun.

August Ton, Tereza Text, Claudio Stream

Tereza hat sich für Erna Holleis entschieden und auf „In wievielen Jahren“, einem Gedicht aus dem Band „Katze, Katze“ (edition zzoo 2004), eben mit ihrer Franzi-Geschichte reagiert. Fabians Wahl fiel auf Christian Ide Hintzes „Ebenbild eines Gedichts“ (aus „Die Goldene Flut“, Kiepenheuer & Witsch 1987) und ins seinem Auftragstext fragte er sich und uns: Wie soll ich über Gedichte schreiben, wenn sich die Welt so verändert, die Sprach so verändert? Wie soll man*frau überhaupt grad über das Jetzt schreiben? Gute Frage, guter Text.

Johanna (nicht im Bild) Abendleitung, Fabian Text, Markus (nicht im Bild) Moderation

Ide Hintze hätte große Freude gehabt an dem Abend, denn Tereza und Fabian verstehen sich auf Intermedialität. Tereza sorgt mit ihren regelmäßigen Video-Botschaften auf DerStandard.at für Aufsehen und Diskussionen im berüchtigten Standard-Forum, Fabians Poesie-Bot eloquentron3000 ist ein Instagram-Star, beide haben das Digitale nicht nur im kleinen Finger, sondern gut in der Hand uns spielen sich damit. Im Chat wurde fleißig kommentiert und ja, wir haben den virtuellen Applaus gespürt – Danke dafür!

Mit Abstand das beste Foto
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